Über

Hey Daniel, wie geht’s dir?
– Danke der Nachfrage. Sehr gut.
Woher kommst du eigentlich?
– Geboren und aufgewachsen bin ich in Haselünne, einem kleinem Ort in Niedersachsen.
Und was hat dich nach Berlin gebracht?
– Der Job. Vorher kannte ich Berlin garnicht, also vor 2003.
Apropos: Was füllt denn deinen Tag – beruflich?
– (Schmunzelt) Das ist irgendwie immer schwierig zu erklären. Irgendwie dann aber auch einfach. Und zwar bin ich ein Creative / Chef.
Oh, und das bedeutet was genau?
– Das bedeutet, das ich sowohl Kreativer als auch Koch bin. Oder kreativer Koch. Oder kochender Kreativer. (lacht)
Jetzt aber konkret bitte! 
– Nun, als ich nach Berlin kam, war ich zuerst im Marketingbereich tätig. Ich habe nämlich in den Niederlanden, USA und Spanien International Marketing Management studiert. Irgendwann suchte ich eine Veränderung. 2010 dann habe ich mich selbstständig gemacht mit einem Designlabel: cuadrado – we create.
Das ist dann wohl der kreative Part!?
– Auch. Ja. Mit cuadrado kann ich mich auf Textilien und Papier kreativ auslassen. Ich versuche aber auch hier nun mehr und mehr das Kochen mit einzubringen und entwickle Motive für z.B. Einkaufsbeutel und Geschirrtücher. Motive, die mehr mit dem Kochen zu tun haben.
Genau. Da war doch was: das Kochen. Erzähl doch ‚mal davon!
– Irgendwie habe ich schon immer gerne gekocht. Und auch gebacken. Ich durfte auch immer alles ausprobieren. Vor allem hatten wir immer die neuesten Produkte im Haus. Oder auch ganz andere Lebensmittel, die wir in den Niederlanden gekauft haben, da wir oft dort zum Bummeln waren. Es hat mir immer viel Spaß gemacht, zu kochen. Auch in anderen Ländern einzukaufen und die Lebensmittel dort zu entdecken.
Aber Du kamst nie auf die Idee Koch zu werden?!
– Nein, nie. Die Arbeitsbedingungen haben mich immer abgeschreckt und obwohl es mir Spaß machte mit Lebensmitteln zu arbeiten, kam nie der Gedanke auf, es wirklich zu erlernen und darin zu arbeiten. 2011 dann kam mir die Idee, mich nebenbei kulinarisch kreativ auszuprobieren und vor allem, Gastgeber zu sein. Das war dann die Geburt meines Supper Clubs Daniel’s Eatery.
Beschreib doch ‚mal so einen Supper Club.
– Die Gäste melden sich per Email und kommen dann am Abend des Essens oftmals etwas nervös an und sind normalerweise zuerst etwas zurückhaltend, da sie die meisten anderen Gäste nicht kennen. Sie checken die Umgebung ab und vor allem die anderen Leute. Nach dem erste Aperitif löst sich diese Anspannung aber schnell und jeder kommt ins Gespräch. Dann geht es zu Tisch und ein wunderbarer Abend, begleitet von 5 leckeren Gängen und dazu passenden Weinen, nimmt seinen Lauf. Die Gespräche sind immer sehr lebhaft, inspirierend und lustig. Oft auch sehr persönlich, da man ja in einer sehr privaten Runde zusammen ist. Wirklich jedes Mal sagt dann zu später Stunde jemand: ‚Wie? Schon so spät!?‘ Das deutet doch auf eine kurzweilige Zeit, oder!?
Und gab es schon neue Freundschaften oder gar Liebespaare am Ende des Abends?
– (schmunzelt) Tatsächlich haben sich schon so einige neue Bekanntschaften und Freundschaften aus den Supper Club Abenden entwickelt! Von Liebespaaren habe ich bisher leider noch nicht gehört.
Bei all dem, das du so machst: bleibt dir da überhaupt noch Freizeit?
– Klar! Meine Freizeit besteht hauptsächlich aus Zeit mit meinem Partner, unserem Hund Alfie und Freunden. Meistens bei Essen und Trinken.
Was ist deine Lieblingsküche außer Haus? 
– Die asiatische Küche liebe ich. Aber auch genauso die mediterrane, die auch grossen Einfluss auf meine eigene Küche hat.
Was darf in deiner Küche nicht fehlen?
– Zitronen, Leidenschaft und ein gutes Messer. (lacht)
Abschliessend, hast du soetwas wie ein Motto oder sogar Lebensmittel?
– Do what makes you happy!
In diesem Sinne: Danke und alles Gute!
– Dankesehr.